TYPO3 vs. WordPress – Welches System ist das Richtige?
Die populärsten Content-Management-Systeme im direkten Vergleich: WordPress und TYPO3
Beim Vergleich WordPress vs. TYPO3 stoßen wir als WordPress-Agentur und TYPO3-Agentur immer wieder auf die Frage: Welches der beiden Systeme unterstützt Ihr Geschäftsmodell optimal? Als Content-Management-Systeme (CMS) stehen sie immer wieder miteinander in Konkurrenz. Auch bei unseren Kunden kommt immer wieder Unsicherheit auf, welches der Systeme das bessere ist.
Auf welches CMS man letztendlich baut, ist von den Anforderungen abhängig, die Sie an Ihre Webseite haben. TYPO3 eignet sich besonders für größere Unternehmen, bei internationaler Ausrichtung oder umfangreiche Projekte. Bei einer anderen Projektausrichtung für KMU ist oft jedoch WordPress die ideale Lösung.
Christian Dauenhauer, Experte unserer TYPO3-Agentur in Stuttgart, Heilbronn & Nürnberg
Was sind Content-Management-Systeme?
Content-Management-Systeme (CMS) ermöglichen es Benutzern ohne oder mit wenig Programmier-Kenntnissen Internetseiten aktuell zu halten. Inhalte können aus Text- und Medien-Dateien bestehen, die mit wenig Aufwand verwaltet werden können. Je nach Anforderungen, Bedarf und Funktionsumfang, kommen unterschiedliche Content-Management-Systeme in Frage. Der CMS-Vergleich für den Mittelstand bietet einen Einblick in die gängigen Systeme.
Warum ein CMS und welche Vorteile haben Sie dadurch?
Generell ist es so, dass Ihre Präsenz im Internet mit über Ihren Erfolg entscheidet. Hierfür müssen sämtliche Informationen für Ihre Nutzer schnell zugänglich sein. Denn: kontinuierliche Anpassungen an die Wünsche der Zielgruppe sind an der Tagesordnung. Ohne ein CMS müssten Sie einiges an Programmierkenntnissen und Zeit mitbringen, da Sie sonst den Quellcode umschreiben müssten.
Bei der Gegenüberstellung von WordPress und TYPO3 vergleichen wir die beliebtesten Open-Source Systeme. Hierbei hat jedes CMS seine Vor- und Nachteile sowie Funktionen und individuelle Schwachstellen.
Alle Vorteile auf einen Blick
WordPress | TYPO3 |
ohne Programmierkenntnisse bedienbar |
hohe Flexibilität in der Benutzerverwaltung |
umfangreiche Plugin-Bibliothek |
bessere Sicherheit |
einfache Gestaltung von Blogs |
große Datenmengen verarbeitbar |
mehr vorgefertigte Themes |
Mehrsprachigkeit |
Alle Nachteile auf einen Blick
WordPress | TYPO3 |
weniger komplexe Benutzerverwaltung |
höhere Kosten |
attraktiv für Hacker |
aufwendigeres SEO |
eingeschränkte Mehrsprachigkeit |
weniger Themes |
Vergleich: WordPress und TYPO3
1. Benutzerfreundlichkeit
Sie sollten sich in Ihrer Konzeptionsphase Gedanken über Ihre Content-Menge machen. WordPress wurde als Blogsystem entwickelt und somit sind die zur Verfügung stehenden Einstellungen, Funktionen und Kategorisierungsmöglichkeiten sehr umfangreich.
WordPress hat mit dem Gutenberg-Editor einen großen Schritt in Richtung Flexibilität getan. Das Backend von WordPress ist auf einem RTE (Rich Text Editor) und verschiedenen Drag & Drop Pagebuildern aufgebaut.
Eine Seite wird über die verschiedenen Elemente wie Heads, Content, Bilder, Statistiken etc. aufgebaut. Um bei TYPO3 alle Wünsche der Kunden bedienen zu können, benötigt man oft die Unterstützung eines Programmierers. Unsere erfahrenen TYPO3-Entwickler sind in Ihrer Nähe, da unsere TYPO3-Agentur Standorte in zahlreichen Städten in Süddeutschland besitzt, wie bspw. in Mannheim, Heidelberg oder Stuttgart. Sie erweitern Ihr TYPO3-System nach Ihren individuellen Bedürfnissen.
2. Nutzerrollen- und Rechteverwaltung planen
In der Nutzer- und Rechteverwaltung unterscheiden sich die beiden CMS deutlich. Es sollte also schon im Vorfeld klar sein, welche Benutzer und Redakteure das CMS künftig pflegen. Zusätzlich sollte eindeutig nachvollziehbar sein, ob es Einschränkungen bei den Lese- und Schreibrechten geben soll.
Standardmäßig bietet WordPress eine relativ überschaubare Benutzerverwaltung an. Demgegenüber können in TYPO3 persönliche Rollen und Sichtbarkeiten bereitgestellt werden. So kann man sich darauf konzentriert, nur die für jede Situation relevanten Inhalte im Backend für Nutzer anzuzeigen. Dadurch erlangt man gerade bei komplexen Projekten eine sehr gute Übersicht.
3. Mehrsprachigkeit
Beide Systeme bieten die Möglichkeit mehrsprachige Internetseiten zu erstellen. TYPO3 bringt von Haus ein vielfältiges Instrumentarium mit – bei WordPress wird häufig auf das Plugin „WPML“ zurückgegriffen. Grundsätzlich lassen sich also in jedem System Übersetzungen anlegen, pflegen und unterschiedliche Berechtigungen pro Sprache vergeben.
4. Integration eines Online-Shopsystems
Bei WordPress ist es aufgrund der unzähligen Erweiterungen (z.B. WooCommerce, German Market, Stripe) auch für kleinste Unternehmen möglich, einen Webshop zu integrieren. Typo3 bietet vergleichsweise wenige Plugins (z.B. Aimeos, Multishop oder Quickshop) und ist daher als CMS für einen Onlineshop nicht vorrangig zu priorisieren.
5. Kosten
Sowohl WordPress als auch TYPO3 sind als Open-Source-Systeme grundsätzlich kostenlos verfügbar. Einer der größten Pluspunkte für die Marktführerschaft von WordPress liegt in der Gesamtheit günstigeren Kosten.
WordPress-Projekte lassen sich meistens zeitlich effizienter umsetzen, als Webseiten auf Basis von TYPO3. Von der Erstinstallation über die komplette Entwicklung und Wartung benötigt man mit WordPress gegenüber der Konkurrenz weniger Zeit. Das hat ebenfalls zur Folge, dass bei TYPO3 von höheren Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership) ausgegangen werden muss.
WordPress-Updates sind in der Regel einfach durchzuführen, wodurch die Wartung und Pflege der Internetseite weniger kosten wird. Updates sind bei TYPO3 komplizierter und deshalb oft kostspieliger.
6. Suchmaschinenoptimierung
Einer erfolgreichen Webseite liegt heutzutage auch eine ausgeklügelte SEO-Strategie zugrunde. Denn wer von seiner Zielgruppe auf Google & Co. gefunden werden möchte, muss seine Webseite dementsprechend ausrichten.
WordPress bietet Plugins an, die Ihre Webseite für Suchmaschinen gut aufbereiten (z. B. Yoast SEO). Dieses Plugin ist einfach zu bedienen und hat umfangreiche Funktionen (z.B. Meta-Daten, Indexierung, Nofollow, Noindex).
Vor nicht allzu langer Zeit hat man die erste YoastSEO-Version für TYPO3 veröffentlicht. Diese Version hat jedoch den Nachteil, dass sie noch nicht so weit entwickelt ist. Somit besteht hier noch ein gewisser Nachholbedarf, auch was die Konfigurations- und Individualisierungsmöglichkeiten betrifft.
7. Sicherheit
Als das am weitesten verbreitete System bietet WordPress die interessanteste Angriffsfläche für Hacker. Allerdings hat es in Puncto Sicherheit in den letzten Jahren deutlich aufgeholt. Die riesige Community erkennt Sicherheitslücken schnell und beseitigt sie zuverlässig.
TYPO3 hingegen steht für höchste Sicherheitsstandards. Oft wird es daher bevorzugt von größeren Unternehmen verwendet. Der geringe Marktanteil von sechs Prozent macht das CMS weiterhin für Hacker sehr unattraktiv.
Beide Content-Management-Systeme sind sicher. Für WordPress sollten ggf. noch einige den Standard ergänzenden Maßnahmen getroffen werden. Bei beiden Systemen muss man regelmäßige Updates sowohl bei Templates, Erweiterungen als auch beim Kernsystem einspielen.
8. Plugins / Extensions
Erweiterungen, Plugins oder Extensions setzen heutzutage den Vorstellungen für eine Webseite keine Grenzen mehr. Allerdings ist es einfacher, eines der Plugins von WordPress zu integrieren. Um bei TYPO3 vorgefertigte Extensions einzupflegen, muss man oft Typoscript beherrschen.
Aktuell sind fast 1.300 Erweiterungen für TYPO3 verfügbar (https://extensions.typo3.org/). Dem gegenüber steht WordPress mit zirka 55.000 verschiedenen Plugins (https://de.wordpress.org/plugins/). Die Plugins von WordPress unterliegen einer ständigen Weiterentwicklung durch die Community. Das zieht nach sich, dass es so gut wie keine Kompatibilitätsprobleme bei Updates oder Upgrades entstehen.
9. Technologie WordPress vs. TYPO3
Die Quellcode-Qualität und die Software-Architektur der beiden Content-Management-Systeme lassen sich nicht so leicht vergleichen. TYPO3 kann mit deutlich mehr Enterprise-Features aufwarten – muss dafür aber auch mit einer größeren Technologie-Architektur aufwarten. Das „Leichtgewicht“ WordPress hingegen ist von Haus aus deutlich schlanker. Sobald die Anforderungen dann aber größer werden, besteht die Gefahr, dass WordPress die Luft ausgeht.
In Beratungsgesprächen vergleiche ich die beiden beliebten Content-Management-Systeme gerne mit einem „Tanker“ bzw. mit einem „Schnellboot“. Das CMS TYPO3 ist dabei der Tanker, der unheimlich viele technologische Möglichkeiten mitbringt. WordPress ist sehr schnell, da es viele Elemente schon gibt.
Sebastian Kübler, Gründer von ECONSOR
10. Ladezeit
Gemäß einer Studie laden TYPO3-Seiten deutlich schneller als WordPress-Seiten.
- Während nur ca. 24% der WordPress-Seiten eine schnelle Ladezeit haben, sind es bei TYPO3 satte 45%.
- Im Mittelteil der „Durchschnittlichen Ladezeit“ sind beide Seiten nahezu gleichauf.
- Langsam laden ca. 25% aller WordPress-Seiten – bei TYPO3 sind es nur 13%.
Insgesamt ist also die Ladezeit von Internetseiten auf Basis von TYPO3 im Durchschnitt deutlich schneller. Konkret ergibt sich im Vergleich von beiden Content-Management-Systemen folgende Datenlage:
System | Häufigkeit | Schnell | Durchschnitt | Langsam |
---|---|---|---|---|
WordPress | 166908 | 23.75% | 50.10% | 26.15% |
TYPO3 CMS | 5417 | 44.82% | 42.36% | 12.82% |
Quelle: httparchive.org, https://docs.google.com/spreadsheets/d/1lBQ0T1VBlBrpkv5Q1vQJkU8hnya_5tRczf9c5TfIgnQ/edit?usp=sharing
11. Deployment-Prozesse
Beim Deployment-Prozess, geht es um das Entwickeln und Ausspielen von neuen Inhalten für die Webseite. Genauer gesagt wird beim Deployment-Prozess eine Serverinstanz erstellt, die identisch mit dem Live-System ist. Auf diesem sogenannten Staging-System können dann Änderungen und Updates am Inhalt der Webseite vorgenommen werden, ohne dass sie öffentlich für den Nutzer sichtbar sind.
TYPO3 bietet eine ideale Grundlage für Deployment-Prozesse. Das Testen und Ausspielen von neuen Funktionen funktioniert über Entwicklungs-, Staging- und produktiven Systeminstanzen.
In WordPress ist dieser Prozess noch nicht so ausgereift. Hier kann der Deployment-Prozess über Plugins, wie etwa https://wp-staging.com/ oder https://wpstagecoach.com/ erreicht werden.
12. Voraussetzungen für TYPO3- und WordPress-Hosting
WordPress stellt keine besonderen Anforderungen an den Webservice. Ein paar technische Gegebenheiten gehören jedoch dazu:
- Eine PHP-Version ab Version 7.4
- MySQL mit der Version von min. 5.7 oder MariaDB ab Version 10.3
- Empfohlen ist ein Apache oder Nginx Server, jedoch ist jeder Server mit PHP und MySQL Unterstützung geeignet
TYPO3 12 stellt als Grundvoraussetzungen etwas höhere Ansprüche:
- Eine PHP-Version ab Version 8.1
- MySQL mit der Version von min. 8.0 oder MariaDB ab Version 10.3
- Mit Version 12 wird der offizielle Support für Microsoft SQL Server eingestellt
TYPO3 oder WordPress im direkten Vergleich
TYPO3 | WordPress | |
---|---|---|
Bedienung, Pflege und Wartung |
|
|
Benutzerverwaltung |
|
|
Kosten |
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Internationalisierung & Multisites |
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Änderungen und Updates |
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Erweiterbarkeit |
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Sicherheit |
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Datenlasten |
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Suchmaschinen- optimierung |
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Community |
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|
Deployment-Prozesse |
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FAQ: TYPO3 oder WordPress?
Welche Vorteile hat TYPO3 gegenüber WordPress?
Die wohl größten Vorteile: die hohe Sicherheit von TYPO3 und die Vielzahl an Möglichkeiten zur Individualisierbarkeit. Zudem sind flexible Anpassungen an spezielle Anforderungen möglich. Zusätzlich kann eine TYPO3-Webseite einfach internationalisiert und Benutzer individuell verwaltet werden. Auch große Datenmengen können problemlos verarbeitet werden.
Welche Vorteile hat WordPress gegenüber TYPO3?
WordPress ist sehr einfach bedienbar und kann mit geringen Kosten betrieben werden. Nutzer profitieren von einer Vielzahl an Funktionen, Erweiterungen und Themes. Die Kunden unserer Word-Press-Agentur in Frankfurt schätzen diese benutzerfreundliche Lösung sehr. WordPress bietet standardmäßig sehr viele Möglichkeiten und der Schutz der Webseite kann günstiger (intern) gewährleistet werden.
Ist WordPress oder TYPO3 besser?
Man kann nicht pauschal sagen, welches Content-Management-System besser ist. Denn: „Es kommt darauf an.” Aber mit beiden Systemen machen Sie grundsätzlich nichts falsch. Wenn man sich alle Content-Management-Systeme anschaut, belegen TYPO3 und WordPress die vorderen beiden Plätze. Mit beiden CMS können erfolgreiche Webseiten erstellt werden.
Wie wähle ich das passende CMS aus?
TYPO3 bietet Vorteile bei komplexen Aufgabenstellungen und Projekten. Es bietet für mittlere und größere Unternehmen ein hohes Maß an Flexibilität und besitzt viele Möglichkeiten zur Skalierung. Auch in Sachen Qualität ist TYPO3 führend. Es ist schlicht das Enterprise-System, das Ihnen alle denkbaren Erweiterungen möglich macht.
WordPress ist einfach strukturiert und hat einen unermesslichen Funktionsumfang sowie eine umfangreiche Auswahl an Themes. Wenn Ihre Vorstellungen mit WordPress einfacher und günstiger umzusetzen sind, ist es als Content-Management-System zu empfehlen.
Wir helfen Ihnen, in einer kostenfreien Erstberatung das für Ihre individuelle Webseite passende System zu finden! Egal, ob mit unserer WordPress-Agentur in Mannheim, Heidelberg, Heilbronn oder unser TYPO3-Agentur in Nürnberg, Stuttgart und München – wir stehen Ihnen für eine umfangreiche Analyse zur Seite.
Ein Hallo an das ECONSOR-Team
Danke für diesen guten Blog. Mit dem Vergleich TYPO3 und WordPress haben Sie mir geholfen.
Ich habe mit Jimdo ein paar erste Schritte gemacht. Werde, so denke ich im Moment, demnächst auf WP umschwenken.
Wenn ich dann Fragen habe erinnere ich mich gerne wieder an euren Beitrag hier.
MFG
Hans A. Ulrich
Hallo Hans A. Ulrich,
vielen Dank für das freundliche Feedback. Es freut uns, dass wir Ihnen weiterhelfen konnten. Mit WordPress machen Sie auf jeden Fall keinen Fehler. Gerne stehen Ihnen unsere Experten auch persönlich bei Fragen zur Verfügung.
Viele Grüße
Ihr ECONSOR-Team
Hi,
Ich bin wirklich dankbar für die wertvollen Einblicke und Ratschläge, die ich durch diesen Artikel gewonnen habe. Es hat mir geholfen, mein Wissen zu erweitern.
Gruß
Serge